Die Folgen von KI für die IT-Talententwicklung!
- erichuesler
- 2. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit

KI, Skills und Talent-Pipeline
Gefahr des Skill-Verlusts
Durch den verstärkten Einsatz von GenAI, etwa in der Software-Entwicklung oder im Helpdesk, besteht die Gefahr, dass Basisfähigkeiten in der Talent-Pipeline verloren gehen.
KI-Code-Assistenten könnten klassische Einstiegsarbeiten überflüssig machen – damit droht eine Schwächung der Ausbildungspraxis junger IT-Fachkräfte.
Studien deuten zudem darauf hin, dass intensiver KI-Einsatz das kritische Denken reduziert – ein zentrales Problem für langfristige Kompetenzentwicklung.
KI als Lernbeschleuniger
Gartner-Analysen zeigen jedoch, dass KI Mitarbeitende auch schnell befähigen kann: Wer kontinuierlich KI-gestützte Prompts erhält, verbessert seine Performance deutlich.
GenAI wird in dieser Sichtweise weniger als „Ersatz“ verstanden, sondern als „Trainer“, der Produktivität steigert und Wissen nachhaltig verankern kann.
Strukturelle Veränderungen von Skills
Prognosen des Weltwirtschaftsforums sehen, dass bis 2030 knapp 40 % der heutigen Skills ersetzt oder stark verändert sein werden.
Besonders IT-Berufe sind stark betroffen: Ein Großteil der Fachkräfte erwartet selbst, dass viele ihrer aktuellen Fähigkeiten durch KI an Relevanz verlieren.
Jobperspektiven und Beschäftigungsrisiken
Befragungen zeigen große Verunsicherung: 69 % der IT-Mitarbeitenden fürchten, durch KI ersetzt zu werden; fast die Hälfte der Arbeitgeber denkt über Personalabbau nach.
Gleichzeitig relativiert Gartner diese Sorgen: KI-Einsatz führt nicht zwangsläufig zu linearem Stellenabbau, sondern eher zu Umverteilung von Tätigkeiten. Allerdings profitieren nicht alle Mitarbeitenden gleichermaßen – manche erleben sogar Effizienzverluste.
Kernausforderung für CIOs
CIOs müssen eine Balance finden: KI produktiv einsetzen, ohne dass kritische Basisfähigkeiten und die Talententwicklung ausgehöhlt werden.
Strategien zur kontinuierlichen Weiterbildung und zum bewussten Erhalt von „Kern-Skills“ werden entscheidend sein, um Abhängigkeit von KI und Kompetenzverluste zu vermeiden.
👉 Die Forschungslage ist widersprüchlich – einerseits wirkt KI als Enabler, andererseits bedroht sie essenzielle Denk- und Basisfähigkeiten. CIOs stehen daher vor der strategischen Aufgabe, KI nicht nur als Effizienzwerkzeug, sondern auch als Lern- und Ausbildungsinstrument bewusst zu steuern.








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