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Die Folgen von KI für die IT-Talententwicklung!


KI, Skills und Talent-Pipeline


  1. Gefahr des Skill-Verlusts

    • Durch den verstärkten Einsatz von GenAI, etwa in der Software-Entwicklung oder im Helpdesk, besteht die Gefahr, dass Basisfähigkeiten in der Talent-Pipeline verloren gehen.

    • KI-Code-Assistenten könnten klassische Einstiegsarbeiten überflüssig machen – damit droht eine Schwächung der Ausbildungspraxis junger IT-Fachkräfte.

    • Studien deuten zudem darauf hin, dass intensiver KI-Einsatz das kritische Denken reduziert – ein zentrales Problem für langfristige Kompetenzentwicklung.

  2. KI als Lernbeschleuniger

    • Gartner-Analysen zeigen jedoch, dass KI Mitarbeitende auch schnell befähigen kann: Wer kontinuierlich KI-gestützte Prompts erhält, verbessert seine Performance deutlich.

    • GenAI wird in dieser Sichtweise weniger als „Ersatz“ verstanden, sondern als „Trainer“, der Produktivität steigert und Wissen nachhaltig verankern kann.

  3. Strukturelle Veränderungen von Skills

    • Prognosen des Weltwirtschaftsforums sehen, dass bis 2030 knapp 40 % der heutigen Skills ersetzt oder stark verändert sein werden.

    • Besonders IT-Berufe sind stark betroffen: Ein Großteil der Fachkräfte erwartet selbst, dass viele ihrer aktuellen Fähigkeiten durch KI an Relevanz verlieren.

  4. Jobperspektiven und Beschäftigungsrisiken

    • Befragungen zeigen große Verunsicherung: 69 % der IT-Mitarbeitenden fürchten, durch KI ersetzt zu werden; fast die Hälfte der Arbeitgeber denkt über Personalabbau nach.

    • Gleichzeitig relativiert Gartner diese Sorgen: KI-Einsatz führt nicht zwangsläufig zu linearem Stellenabbau, sondern eher zu Umverteilung von Tätigkeiten. Allerdings profitieren nicht alle Mitarbeitenden gleichermaßen – manche erleben sogar Effizienzverluste.

  5. Kernausforderung für CIOs

    • CIOs müssen eine Balance finden: KI produktiv einsetzen, ohne dass kritische Basisfähigkeiten und die Talententwicklung ausgehöhlt werden.

    • Strategien zur kontinuierlichen Weiterbildung und zum bewussten Erhalt von „Kern-Skills“ werden entscheidend sein, um Abhängigkeit von KI und Kompetenzverluste zu vermeiden.


👉 Die Forschungslage ist widersprüchlich – einerseits wirkt KI als Enabler, andererseits bedroht sie essenzielle Denk- und Basisfähigkeiten. CIOs stehen daher vor der strategischen Aufgabe, KI nicht nur als Effizienzwerkzeug, sondern auch als Lern- und Ausbildungsinstrument bewusst zu steuern.


 
 
 

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