Beruflicher Aufbruch 2026
- 3. Feb.
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Zwei Jahre lang ging’s am Schweizer Arbeitsmarkt nur bergab, die Arbeitslosenquote kroch bis Ende 2025 auf 3 %. Doch jetzt knistert’s plötzlich im Gebälk: «Gleich zwei KOF-Indikatoren schlagen eine Kehrtwende an.»
Das Konjunkturbarometer liegt seit vier Monaten über 100 Punkten, und der Beschäftigungsindikator steigt zum zweiten Quartal in Folge. Die Botschaft: «Die Flaute verliert an Kraft, die Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf.»
Unternehmen blicken optimistischer in die Zukunft, mehr Firmen planen Neueinstellungen statt Abbau. Besonders das Baugewerbe legt einen kleinen Frühling hin – bester Wert seit über zwei Jahren. Handel und Detailhandel bleiben dagegen im Stimmungssouterrain, und auch Industrie und Gastgewerbe sind noch nicht im grünen Bereich, aber immerhin wieder auf dem Weg dorthin.
Kurzum: Die Krise ist nicht vorbei, aber sie wankt. Der Arbeitsmarkt zeigt erste Lebenszeichen, und die Indikatoren flüstern: «Es könnte wieder aufwärtsgehen.»
Viele starten ins Jahr 2026 mit einem Vorsatz, der mehr Sprengkraft hat als «mehr Sport» oder «gesünder essen»: den Job endlich hinter sich lassen, der längst keine Freude mehr macht. Der Alltag ist solide, das Gehalt stimmt, die Kolleginnen sind nett – aber die Begeisterung ist verdunstet wie ein schlechter Espresso. Dieses Gefühl kommt nicht aus dem Nichts. Routinen ersticken Leidenschaft, Meetings drehen sich im Kreis, und irgendwann merkt man: Man funktioniert nur noch.
Doch der Arbeitsmarkt ist rauer geworden. Mehr Arbeitslose, weniger Stellen, härtere Konkurrenz. Trotzdem: Kündigen ist nicht die einzige Option. Oft lohnt sich zuerst der Blick nach innen – und dann der Blick ins eigene Unternehmen. Neue Projekte, neue Abteilung, neue Verantwortung können Wunder wirken.
Und wenn’s intern nichts zu holen gibt? Dann hilft Networking, Kaffee trinken, Leute ansprechen. Viele Jobs werden vergeben, bevor sie überhaupt ausgeschrieben werden oder eben über Headhunter.
Am Ende zählt nicht der perfekte Job, sondern der, der wirklich zu einem passt. Mut, Klarheit und ein bisschen Strategie – das ist der wahre Neustart.
Wer 2026 beruflich neu durchstarten will, braucht Klarheit — und zwar radikal. Seine SINN‑Formel ist kein Wohlfühlmantra, sondern ein ehrlicher Spiegel.
S – Standpunkt:
Wo stehst du wirklich? Leistung, Leidenschaft und Lohn müssen zusammenpassen. Wenn eines davon wackelt, wackelt alles. Wer seinen Standort nicht kennt, rennt im Kreis.
I – Innere Haltung:
Werte, Antrieb, Begeisterung. Ohne Leidenschaft wird jeder Job zur Pflichtübung. Johann bringt’s trocken auf den Punkt: Langfristige Motivation gibt’s nur, wenn du tust, worin du gut bist und was dir Freude macht.
N – Nutzen:
Wofür arbeitest du eigentlich? Geld verdienen, etwas bewegen, anderen helfen, dich selbst verwirklichen — alles legitim. Aber der Nutzen muss zu dir passen, nicht zu den Erwartungen anderer.
N – Nachhaltigkeit:
Grosse Ziele entstehen nicht über Nacht. Wer dauerhaft leistungsfähig bleiben will, braucht regelmässig neue Herausforderungen. Stillstand ist der wahre Karriere-Killer.
Kurz gesagt: Die SINN‑Formel zwingt dich, ehrlich hinzuschauen — und genau deshalb funktioniert sie. Sie ist kein Karrierehoroskop, sondern ein Werkzeug, das Orientierung schafft, bevor man kopflos den Job hinschmeisst.









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