Work-Life-Balance: – was wir von den Gewinnern lernen können!

Flexible Arbeitszeiten, Home Office und Remote Work: Mit der Normalisierung neuer Arbeitsformen – angetrieben durch die Corona-Pandemie – ist eine gute Vereinbarkeit von Privatleben und Arbeit wichtiger denn je. Oder anders ausgedrückt: Die Work-Life-Balance gewinnt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer mehr an Bedeutung. Doch wo steht Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern?

Das Unternehmen Remote hat eine europaweite Analyse durchgeführt, um herauszufinden, welche europäischen Länder die beste Work-Life-Balance ermöglichen. Dafür erhob und wertete das Unternehmen die Daten von sieben Faktoren aus, die Einfluss auf die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf haben:

· Gesetzlicher Jahresurlaub (setzt sich zusammen aus bezahlten Urlaubstagen und gesetzlichen Feiertagen)

· Gesetzlich vorgeschriebenes Mindestkrankengeld (als Prozentsatz oder Lohn des Pauschalbetrags)

· Gesetzlicher Mutterschaftsurlaub (Anzahl der bezahlten Wochen)

· Satz der gesetzlichen Mutterschutzurlaubsbezahlung (in Prozent des Lohns)

· Mindestlohn

· Gesundheitssystem

· Glücksindex (auf einer Skala von eins bis zehn)


Aus diesen sieben Faktoren erstellte Remote einen Index, auf dem die Länder maximal 100 Punkte erreichen konnten, wenn sie in allen Kategorien Bestleistungen erbringen. Hier findet ihr die Übersicht mit den besten europäischen Ländern:


Platz 10: Dänemark (68,74 von 100 Punkten)


Dänemark sticht vor allem mit seinem hohen Glücksindex hervor: Das skandinavische Land erreicht hier einen Index Score von 7,62. Hier bekommt ihr 36 Tage gesetzlichen Urlaub sowie 18 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub – wobei ihr 53 Prozent eures ursprünglichen Gehalts verdient.

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Platz 9: Italien (68,88 von 100 Punkten)


Vor allem für Familien hat Italien viel zu bieten: Ihr bekommt 21,7 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub mit 80 Prozent eures ursprünglichen Gehalts. Außerdem verfügt Italien über ein universelles, staatlich finanziertes Gesundheitssystem, das Servizio Sanitario Nazionale. Gesetzliche Urlaubstage gibt es 32 pro Jahr.


Platz 8: Island (70,17 von 100 Punkten)


Kein Land in der Top-10-Liste gibt euch so viele gesetzlich Urlaubstage wie Island: 38 bezahlte Urlaubstage bekommt ihr pro Jahr. Mit einem Glücksindex von 7,55 gehört das nordische Land zu einem der glücklichsten im weltweiten Vergleich. Einen weiteren großen Voreil bietet das staatliche Gesundheitssystem, das in der Remote-Studie die Note 1 bekommt.


Platz 7: Slowenien (70,40 von 100 Punkten)


Slowenien kann vor allem mit seinen bezahlten Urlaubstagen überzeugen: Ihr bekommt 33 Tage gesetzlichen Jahresurlaub und Mütter können 15 Wochen in den Mutterschaftsurlaub, wobei sie weiterhin ihr volles Gehalt bekommen. Allerdings: Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sind hier noch 40-Stunden-Wochen vorgeschrieben.


Platz 6: Polen (70,48 von 100 Punkten)


Das Leben in Polen ist vergleichsweise günstig: Lebensmittel, Mieten und öffentliche Verkehrsmittel sind im Vergleich zu anderen Ländern im Ranking nicht sehr teuer. Und das Land bietet den größten Vorteil in der Liste für Familien: Hier gibt es 20 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub mit 100 Prozent des Gehalts. Das Minimum an gesetzlichem Urlaub sind 33 Tage.


Platz 5: Frankreich (71,36 von 100 Punkten)


Den fünften Platz belegt Frankreich, vor allem wegen der 36 gesetzlichen Urlaubstage und dem Mindestlohn von 10,57 Euro pro Stunde. Seit 2017 gibt es außerdem das „Right to disconnect“. Das Gesetz schreibt vor, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außerhalb der Arbeitszeit keine Arbeits-E-Mails senden oder beantworten dürfen.


Platz 4: Deutschland (73,69 von 100 Punkten)


Deutschland belegt den vierten Platz im Ranking – und zeigt damit, dass schon viel für die Work-Life-Balance getan wird, allerdings auch noch Luft nach oben ist. Mit 30 Tagen gesetzlichen Urlaub liegt die Bundesrepublik vergleichsweise zurück. Mutterschaftsurlaub gibt es nur 14 Wochen, immerhin bei vollem Gehalt.

Vor allem überzeugen kann Deutschland mit der geringen Arbeitslosenquote sowie der Bezahlung von 70 Prozent des Lohns bei längerer Krankheit. In Sachen Glücksniveau landet Deutschland im weltweiten Vergleich nur auf Platz 13 mit 7,16 Punkten.


Platz 3: Norwegen (74,80 von 100 Punkten)


Vor allem das Gesundheitssystem in Norwegen sorgt dafür, dass das skandinavische Land den dritten Platz belegt. Wie auch die anderen nordischen Länder ist in Norwegen das Glücksniveau sehr hoch: Mit 7,39 Index-Punkten belegt Norwegen in dieser Top 10 den zweiten Platz auf der Happiness-Skala.


Platz 2: Spanien (75,39 von 100 Punkten)


Spaniens Arbeitskultur ist darauf ausgerichtet, das Privatleben vor die Arbeit zu stellen. Die Heimat berühmter Künstler, köstlicher Tapas und kunstvoller Bauten gibt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 33 gesetzliche Urlaubstage sowie 16 Wochen voll bezahlten Mutterschaftsurlaub. Der Mindestlohn liegt aktuell bei 7,82 Euro pro Stunde. Übrigens: Im Ranking der besten Expat-Städte belegen die spanischen Städte Valencia und Alicante den ersten und zweiten Platz. Für Arbeitnehmer aus dem Ausland lässt es sich hier also besonders gut arbeiten.


Platz 1: Luxemburg (83,47 von 100 Punkten)


Auf den ersten Platz schafft es eins der kleinsten Länder Europas: Luxemburg kann mit super Bewertungen in fast allen Kategorien punkten. Hier bekommt ihr 37 Tage bezahlten, gesetzlichen Urlaub, außerdem gibt es 20 Wochen Mutterschaftsurlaub, bei dem Arbeitgeber weiterhin 100 Prozent des Gehalts zahlen. Auch beim Mindestlohn kann das Nachbarland von Deutschland überzeugen: Hier gibt es mehr als 13 Euro pro Stunde und mehr. Auf dem Glücksindex belegt Luxemburg mit 7,32 den dritten Platz. (C) 2022 businessinsider.de

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