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Innovation Switzerland

  • 30. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Die WTO ist laut ihrer Chefin selbstverständlich an nichts schuld – höchstens ein kleines bisschen an ihren eigenen Regeln. Dass der Welthandel kriselt, liegt an Geopolitik, Trump, China, den USA, mangelnder Weiterbildung, Populismus, fehlendem Vertrauen, makroökonomischen Ungleichgewichten und überhaupt an allen anderen. Nur nicht an der WTO.

Die Schweiz wird derweil als

gefeiert: innovativ, präzise, qualitativ hochwertig und praktisch unfehlbar. Hohe Löhne? Starker Franken? Kein Problem – solange man nicht zu den Verlierern gehört, die am unteren Ende der Wertschöpfung arbeiten.

Dass der Freihandel derzeit rückwärtsläuft, sei zwar bedauerlich, aber kein Grund zum Jammern. Reformen laufen nämlich – irgendwo, irgendwie und irgendwann. Wer davon nichts merkt, hat einfach nicht richtig hingeschaut.

Zum "China-Schock" gibt es ebenfalls keinen Anlass zur Aufregung: Ja, Millionen Industriearbeitsplätze gingen verloren, aber fast genauso viele Dienstleistungsjobs entstanden. Wo? Für wen? Details könnten die Stimmung verderben.

Trump wird diplomatisch umschifft, die USA sind trotz offener Rechnungen und Zollkriegen natürlich weiterhin ein vorbildliches WTO-Mitglied. Schließlich wären sie längst ausgetreten, wenn die Organisation bedeutungslos wäre – eine Logik, gegen die man schwer argumentieren kann.

Das Fazit: Freihandel hat Frieden und Wohlstand gebracht, die Nachteile sind leider etwas ungleich verteilt, Afrika handelt kaum mit, Reformen sind dringend nötig, aber grundsätzlich funktioniert das System hervorragend. Und falls trotzdem etwas schiefläuft: Bitte wenden Sie sich an Ihre nationale Politik. Die WTO ist dafür leider nicht zuständig.

 
 
 

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